In Zusammenarbeit mit den Vorarlberger Illwerken können wir eine Staumauernvermessung als geodätische Feldübung anbieten. Mit unterschiedlichen Jahrgängen werden so in zwei Kampagnen die Deformationen der Bogengewichtsstaumauer am Kopsspeichersee bestimmt.

Die Nacht ist über den Stausee Kops im Vorarlberger Montafon hereingebrochen. Am klaren Himmel blitzen die Sterne - und rings um die Staumauer die Taschenlampen: die terrestrische Messung des Überwachungsnetzes für die Mauer steht auf dem Programm. Zur Vermeidung ungünstiger Refraktionseinflüsse bei den Messungen über die Wasserfläche wird diese nachts durchgeführt - eine eher seltenere Erfahrung im Studentenalltag.

Ergänzt wird die Tachymeter-Messung durch mehrere GNSS-Kampagnen auf den Überwachungspfeilern, so dass letztlich eine vollständige hybride Ausgleichung möglich ist, die eine Aussage über mögliche Punktbewegungen im Umfeld der Mauer erlaubt.

Zur Bestimmung des Bauwerksverhaltens selbst bei unterschiedlichen Wasserständen wird an einem weiteren Projekttag ein Polygonzug durch das Innere der Hauptmauer gelegt und mit einem Präzisionsnivellement verknüpft. Da die Gänge etwas eng sind, kommen nur 80 cm - Latten zum Einsatz.

Ein Highlight ist die etwa 2-stündige Führung mit dem Mauernwärter durch die Eingeweide von Kops und seine zahlreichen Mess- und Betriebsstellen. Es ziehen sich mehrere Kilometer Gänge und Stollen durch die Mauer und die angrenzenden Felsen ...

Die Unterbringung erfolgt im Unterkunftshaus der Illwerke direkt am Stausee - für unterhaltsame Abende ist in jedem Fall gesorgt (auch, wenn mal grade keine Nachtmessung angesetzt ist...)