Ortho-Schuh – Entwicklung eines additiven Fertigungsverfahrens mit digitalen Planungsverfahren für individuelle orthopädische Fußbettungen
Entwicklung von individuellen orthopädischen Einlagen mithilfe von digitalen Daten und Planung und Multi-Material-3D-Druck.
Projektpartner
VitalCentrum Hodey KG, Camaix GmbH
Laufzeit
01.11.2024 – 31.03.2027
Fördergeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Motivation
Durch Krankheiten, wie Diabetes, sind Menschen auf orthopädisches Schuhwerk angewiesen, um drastischere Folgen, wie Amputationen, zu vermeiden. Mit orthopädischen Schuhen soll der Fuß möglichst weich und homogen gebettet werden, um eine gleichmäßige Druckverteilung über die Fußsohle zu erreichen und Druckstellen zu vermeiden. Zudem können Fehlstellungen korrigiert und das Abrollverhalten eingestellt werden, um auch hier die Belastung des Fußes durch Abknicken im Gang zu vermeiden. Die Herstellung dieser Schuhe ist handwerklich intensiv und erfordert präzise Anpassungen. Digitale Technologien und 3D-Druck bieten Potenzial zur Verbesserung.
Vorgehen
Ziel ist die Entwicklung eines Gesamtprozesses, wodurch traditionelle Entscheidungs- und manuelle Fertigungsschritte durch digitale Lösungen ersetzt werden. Dies umfasst zunächst die Entwicklung eines standardisierten Datenaufnahmeprotokolls zur präzisen digitalen Erfassung der Fuß- und Fußbettungsdaten, wodurch ein direkter Bezug zwischen Messpunkten und der Gestaltung der Fußbettung hergestellt wird. Weiterhin wird ein Planungsmodell entwickelt, über das aus den Messdaten des Fußes automatisch die ortsaufgelösten Eigenschaften für eine optimale Dämpfung und Stabilität in der Fußbettung abgeleitet werden sollen. Am LCC werden durch Untersuchungen von flexiblen Materialien und unterschiedlichen Strukturen feine Einstellungen von Festigkeits- und Dämpfungseigenschaften erarbeitet. Dadurch sollen durch Multimateriallösungen additiv gefertigte Fußbettungen ermöglicht werden.
Danksagung
Der Lehrstuhl bedankt sich für die Förderung des Projektes „Ortho-Schuh“, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter der Schiene „ZIM:“ gewährt wurde. (Förderkennzeichen: KK5135829CR4)

Ansprechpartner
Daniela Schreil, M.Eng.; Dipl.-Ing. Thomas Wettemann
