Integrated GNSS-InSAR Analysis of Mantle-Driven Crustal Deformation
Projektbeschreibung:
Dieses Projekt untersucht, wie sich Fernerkundungs-Beobachtungen der Erdoberfläche mit geophysikalischen Modellen verknüpfen lassen, um die Ursachen und Mechanismen von Hebungsprozessen besser zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen dabei Oberflächenbewegungen, die mit Strömungen im Erdmantel zusammenhängen.
Hebungsprozesse der kontinentalen Lithosphäre treten auf großen räumlichen und zeitlichen Skalen auf und hinterlassen charakteristische Signale an der Erdoberfläche. Während solche Bewegungen lange vor allem im Zusammenhang mit tektonischen Prozessen und isostatischen Ausgleichsmechanismen untersucht wurden, hat sich gezeigt, dass auch Dynamiken im Erdmantel einen wesentlichen Einfluss auf großräumige Hebungsvorgänge ausüben können.
Daher kann die Beobachtung und Analyse von Hebungsraten wertvolle Hinweise auf Prozesse liefern, die tief unterhalb der Lithosphäre stattfinden. Ziel unserer Forschung ist es, rezente Hebungsbewegungen präzise zu quantifizieren und zu untersuchen, inwieweit diese mit Dynamiken im Erdmantel in Zusammenhang stehen.
Der Fokus im Projekt ist dabei die Deformationsmessung durch InSAR (Interferometric Synthetic Aperture Radar) und die Integration von Bewegungsraten, die an GNSS-Stationen in hochfrequenten Zeitreihen gemessen werden.
Ziele:
- Bewertung der Nachweisbarkeit möglicher manteldynamischer Hebungssignale durch die Integration von InSAR und GNSS
- Methodische Entwicklung raumzeitlicher Analyseverfahren zur Charakterisierung von Krustendeformation durch Erdmantelprozesse
- Untersuchung der Trennbarkeit manteldynamischer Hebungssignale von anderen Ursachen der Oberflächendeformation durch Fernerkundungs- und Zeitreihenanalyse
Dieses Projekt ist Teil des DFG-Graduiertenkolleg UPLIFT mit dem Ziel diese Prozesse interdisziplinär zu untersuchen.