Für das Training von tiefen Netzwerken werden große Mengen an, zumeist manuell annotierten, Referenzdaten (Labels) benötigt. Um ein multi-task System trainieren zu können werden darüber hinaus gleich mehrere Labels pro Bild benötigt. Da aktuell verfügbare Datensätze in dieser Hinsicht stark eingeschränkt sind, kann zur Entwicklung und Evaluierung der vorgestellten Ansätze auf synthetische Daten zurückgegriffen werden. Jüngste Fortschritte im Bereich der Computergraphik ermöglichen heute die Erzeugung von nahezu photorealistischen Bildern und interaktive Simulation komplexer Szenarien in Echtzeit. Labels wie Tiefenkarten und globale wie auch pixelweise semantische Informationen können vollautomatisch zusammen mit dem simulierten Bild ausgegeben werden. Die Nutzung moderner Videospiele zu diesem Zweck erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse von multi-task Systemen ist der in Liebel & Körner (2018) vorgestellte Datensatz synMT, der je 21 Labels für etwa 250 000 Bilder bereitstellt. Die Daten wurden aus dem Videospiel „Grand Theft Auto V“ extrahiert und enthalten unter anderem auch die Eingabebefehle des Fahrers, der das simulierte Fahrzeug mit Hilfe spezieller Eingabegeräte (Lenkrad und Pedale) steuerte.