Im Rahmen des vom Luftfahrtforschungsprogramm LuFo VII-1 geförderten Projekts ATLAS ist die Technische Universität München (TUM) mit zwei Instituten in drei Hauptarbeitspaketen (HAP) beteiligt.
Im HAP 1 wird eine umfassende Simulations- und Bewertungsumgebung für das Lufttransportsystem aufgebaut. Ziel ist die Quantifizierung der Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf die Leistungsfähigkeit und die Klimawirkung des Gesamtsystems. Der Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme der TUM fokussiert sich dabei auf die Implementierung eines Flottenmodells zur Einbindung der Makroebene in die Simulationsumgebung.
Im Hauptarbeitspaket 2 werden die Potenziale verschiedener Technologieoptionen für ein neues Langstreckenflugzeug mit einem Entry into Service für 2040–2045 untersucht. Darauf aufbauend werden mögliche Flugzeugkonfigurationen hinsichtlich Effizienz und Klimawirkung bewertet. Der Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme ist hierbei gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Strukturauslegung in der Luft- und Raumfahrt vorrangig für die Entwicklung der Technologie hochgestreckter Flügel verantwortlich. Zusätzlich bringt der Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme Erfahrungen aus Projekten um UNICADO ein, um verschiedene Technologien auf Flugzeugebene zu integrieren und zu bewerten.
Im dritten Hauptarbeitspaket widmet sich der Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme (LLS) der Identifikation erfolgversprechender Technologieoptionen mit niedrigen TRL-Niveaus, die gegebenenfalls noch in den Grundlagenwissenschaften untersucht werden.